Elizabeth Wright, Plank, 2018



Liebe Freundinnen und Freunde des Atelier Amden,

Am Samstag, 1. September 2018, 14 Uhr (Treffpunkt: Busstation und Parkplatz Amden-Lehni) spazieren wir gemeinsam mit dem kanadischen Künstler Bill Burns und zwei mit Äpfeln, Salz und Honig beladenen Eseln zum Atelier Amden. Die Performance trägt den Titel: The Salt, the Donkey, the Apple (2018). Präsentiert werden zudem neue Arbeiten von Elizabeth Wright (www.involuntaryworks.com), Giorgio Sadotti und Adrian Schiess. Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein und freuen uns auf Sie.



Programm 2018

Der diesjährige Ausstellungszyklus beginnt am Sonntag, 3. Juni 2018, 14-17 Uhr, mit einem Projekt der britischen Ausstellungsmacherin Judith Clark. Erstmals wird nicht eine Künstlerin oder ein Künstler im Atelier Amden arbeiten. Als Ausstellungsmacherin wird sich Clark mit dem Gebäude selbst und seinem Naturbezug befassen. Eine der Fragen, denen die Ausstellungen in Amden nun nachgehen, ist jene nach den skulpturalen Eigenschaften dieses einfachen, landwirtschaftlichen Zweckbaus, der seine eigentliche Bestimmung verloren hat und seit einigen Jahren durch die neue Verwendung als Auslöser ästhetischer Erfahrungen erlebt werden kann.

Die 2015 begonnene Neuausrichtung des Programms zeigt sich auch in der zeitlichen Ausdehnung und Verschränkung verschiedener Projekte. Am Samstag, 1. September 2018, 14-17 Uhr werden eine Künstlerin und drei Künstler neue Arbeiten zeigen. Alle waren schon in früheren Jahren in unserem Programm mit Arbeiten vertreten. Die Performance The Salt, the Donkey, the Apple (2018) des kanadischen Künstlers Bill Burns beginnt um 14 Uhr auf dem Parkplatz in Amden-Lehni. Burns arbeitet über Tiere und die Zivilgesellschaft in unserer technischen Weltzivilisation und wird in Amden auch Zeichnungen ausstellen. Die britische Künstlerin Elizabeth Wright wird ihre digitale Skulptur Involuntary Work: Atelier Amden (2018) vorstellen. Es handelt sich um eine digitale Repräsentation des Gadens in Form bewegter Bilder, die Wright online stellt. Die Künstlerin arbeitet mit Digitalisaten, die sie letztes Jahr in Amden von den Oberflächen des Ausstellungsgebäudes anfertigte. Mit dem Titel bezieht sich die Künstlerin auf die Sculptures involontaires, die der französischen Fotograf Brassaï in den 1930er-Jahren in der surrealistischen Zeitschrift Minotaure publizierte. Es handelt sich um Aufnahmen unscheinbarer, kleiner Dinge, über die Rosalind Krauss in Anspielung auf die Surrealisten gesagt hat, es handle sich um das automatische Schreiben der Welt. Der britische Konzeptkünstler Giorgio Sadotti, der in jungen Jahren als Studioassistent beim britischen Bildhauer Anthony Caro arbeitete, hat für das Atelier Amden die Edition (ANTHONY CARO CLEMENT GREENBERG) (2018) geschaffen. Adrian Schiess bemalte die Gläser eines der beiden Fenster des Weidgadens. Seine Arbeit ergänzt die auf Dauer angelegten früheren Interventionen von Judith Clark und Vaclav Pozarek. Zu quasi due buchi (2017) hat Pozarek ein Künstlerheft gleichen Titels gestaltet, das wir Ihnen auf Wunsch gerne zustellen.

Die Gebrauchsbilder von Karin Sander, die seit 2014 im Atelier Amden ausgestellt sind, bleiben noch bis in den Spätherbst zu sehen und nehmen dabei beinahe unmerklich die Patina des Ausstellungsortes an.







Bill Burns, The Salt, the Donkey, the Apple, 2018




Publikation zur Geschichte des Atelier Amden.
Atelier Amden 1999–2015

Anya Gallaccio, Katharina Grosse, Anselm Stalder, Pawel Althamer, Bruno Jakob, Sarah Rossiter, Elizabeth Wright, Eva-Christina Meier, Rita McBride, Christine Streuli, Adrian Schiess, Annelies Strba, Bill Burns, Mai-Thu Perret, Erik Steinbrecher, Karin Hueber, Giorgio Sadotti, Pamela Rosenkranz, Eran Schaerf, Katalin Deér, Polly Apfelbaum, Kaspar Müller, Brian O'Doherty, Shirana Shahbazi, Vanessa Safavi, Karin Sander

Edition Voldemeer Zürich / de Gruyter 2015
Das Buch liegt in einer deutschen und einer englischen Ausgabe vor und kann im Buchhandel bezogen werden.

«Eine aussergewöhnliche Konfrontation zeitgenössischer Kunst mit der Schweizer Berglandschaft, die zum Ort des sozialen Aufbruchs und des künstlerischen Experiments wurde.»
– Andreas Fanizadeh in: Taz. Die Tageszeitung, 22.12.2015



Edition von Shirana Shahbazi
Bei der Edition handelt es sich um Fotografien, die in der Ausstellung «Tageslicht» im Atelier Amden 2013 entstanden sind.



Shirana Shahbazi
Tageslicht, 2015
2-teilig, Ilfochrome, je 28 x 35 cm, Auflage: 9 + 3 ap
CHF 900.- (o. R.)
zu bestellen bei roman.kurzmeyer@bluewin.ch




Karin Sander «Gebrauchsbilder / Patina Paintings»

Seit 15. Juni 2014 zeigt Karin Sander im Atelier Amden die Ausstellung «Gebrauchsbilder / Patina Paintings». Die Ausstellung ist jederzeit zugänglich, der Wanderweg ab Busstation Lehni zur Ausstellung ist markiert. Gutes Schuhwerk wird empfohlen.

Kommende Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung werden hier angezeigt.

«Die Gebrauchsbilder entstehen an dem Ort, an dem sie hängen. Die grundierten Bildträger werden ohne vorherige Manipulation an einen ausgesuchten Ort transportiert und verbleiben dort ungeschützt für einen zu bestimmenden Zeitraum. Sie sammeln die spezifische Patina ihres Ortes und bilden diesen ab. Dieser Vorgang des Aufnehmens kann unendlich lang andauern oder irgendwann unterbrochen werden. Zeitraum, Name des Ortes und Grösse bestimmen das Bild und geben ihm seinen Titel.»  Karin Sander

«The Patina Paintings, called Gebrauchsbilder in German [the term implies both that the canvases are consumer objects and that they fulfil a need] are created in the locations where they are hung. The primed image carriers are taken, without prior manipulation, to a selected location and remain exposed there for a period of time to be determined. They absorb and reproduce the specific patina of this location. This process of absorption can continue infinitely or be interrupted at some point. Duration, the name of the location, and size determine the painting and provide its title.» Karin Sander




Zugverbindungen ab Zürich: jeweils 12 Minuten und 43 Minuten nach der vollen Stunde, umsteigen in Ziegelbrücke. Bus ab Ziegelbrücke nach Amden bis Station Lehni. Ab Station Lehni ist der Wanderweg zur Ausstellung markiert.