Maria Loboda – An exhausted Dr. John Dee
enjoys the view towards the lake

21. August - 26. September 2021
Eröffnung und Performance: 21. August 2021, 14:00 - 17:00



Film über das Atelier Amden

Auf Einladung von Judith Clark entstand 2020 ein Film über das Atelier Amden für das von Rebecca Arnold (Courtauld Institute of Art, London) geleitete Fashion Interpretations Symposium. Ursprünglich waren eine Ausstellung und ein öffentliches Gespräch geplant, die wegen der Pandemie nicht realisiert werden konnten. Judith Clark und Roman Kurzmeyer entschieden sich stattdessen für einen Film, in dem sie zeigen, was sie unter dem Medium Ausstellung verstehen und wie sie das Metier ausüben.




«Finally, the evening concluded with a short film collaboration between Roman Kurzmeyer and Judith Clark, which turned the way that we think about exhibitions on its head. The Amden Atelier, a project that uses an old cattle stall in the mountains as a venue to showcase art installations lends itself to a debate about what it really means to be an ‘exhibition maker’. It requests an engagement with the site: artists and curators must specifically work with the building. This unique short film highlighted a multitude of ways we can think about the exhibition, the importance of perceptual conditions, and the ‘hyper image’.» Kathryn Reed on Fashion Interpretations Symposium, Part III, the Courtauld, London, 3rd December 2020. 






Jochen Lempert, Untitled (Botticelli IV), 2018



Edition von Jochen Lempert

Im Atelier Amden war vom 31. August bis 25. Oktober 2020 eine Ausstellung des deutschen Fotografen und Biologen Jochen Lempert zu sehen. Die Ausstellung war das Ergebnis unserer Kooperation mit der Kuratorin Christiane Meyer-Stoll aus Anlass ihrer Ausstellung Parlament der Pflanzen im Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz (6. September 2020 bis 17. Januar 2021). Aus diesem Anlass haben wir zusammen eine Edition herausgegeben.






Jochen Lempert
Plant Volatiles – Krabbeln, Schlafen, Fliegen: Topinambur Fotogramm / Hahnenfuss schlafend in der Mitternachtssonne / Brennnessel Pollenwolke, dreiteilig, Digitaldruck auf Papier, je 29,7 x 39,7 cm,
Auflage 80 + 20 A.P.
CHF 60.-
vergriffen





Neuausrichtung des Programms

Eine der Fragen, denen die Ausstellungen in Amden nachgehen, ist jene nach den skulpturalen Eigenschaften dieses einfachen, landwirtschaftlichen Zweckbaus, der seine eigentliche Bestimmung verloren hat und seit einigen Jahren durch die neue Verwendung als Auslöser ästhetischer Erfahrungen erlebt werden kann. Die 2018 von Judith Clark realisierte, weiterhin zu sehende Intervention Exhibiting Niklaus Manuel Deutsch: The Judgement of Paris II (2018) ist dafür beispielhaft. Die 2015 begonnene Neuausrichtung des Programms zeigt sich in der zeitlichen Ausdehnung und Verschränkung verschiedener Projekte. 2018 kam die britische Künstlerin Elizabeth Wright nach Amden, um die digitale Skulptur Involuntary Work: Atelier Amden (2018) vorzustellen. Es handelt sich um eine digitale Repräsentation des Gadens in Form bewegter Bilder, die Wright online stellte. Die Künstlerin arbeitete mit Digitalisaten, die sie im Jahr zuvor in Amden von Oberflächen des Ausstellungsgebäudes anfertigte. Mit dem Titel bezieht sich die Künstlerin auf die Sculptures involontaires, die der französischen Fotograf Brassaï in den 1930er-Jahren in der surrealistischen Zeitschrift Minotaure publizierte. Es handelt sich um Aufnahmen unscheinbarer, kleiner Dinge, über die Rosalind Krauss in Anspielung auf die Surrealisten gesagt hat, es handle sich um das automatische Schreiben der Welt. Bitte besuchen Sie die Skulptur von Elizabeth Wright online unter www.involuntaryworks.com

Permanent zu sehen sind weiterhin auch die von Adrian Schiess bemalten Gläser eines der beiden Fenster des Weidgadens. Seine Arbeit ergänzt die auf Dauer angelegten früheren Interventionen von Judith Clark und Vaclav Pozarek. Zu quasi due buchi (2017) hat Pozarek ein Künstlerheft gleichen Titels gestaltet, das wir Ihnen auf Wunsch gerne zustellen. Auch die Edition von Bill Burns, die wir 2019 mit dem Künstler produzierten, ist bei uns erhältlich.






Bill Burns mit dem Poster The Great Trading Project (2019)





Publikation zur Geschichte des Atelier Amden.
Atelier Amden 1999–2015

Anya Gallaccio, Katharina Grosse, Anselm Stalder, Pawel Althamer, Bruno Jakob, Sarah Rossiter, Elizabeth Wright, Eva-Christina Meier, Rita McBride, Christine Streuli, Adrian Schiess, Annelies Strba, Bill Burns, Mai-Thu Perret, Erik Steinbrecher, Karin Hueber, Giorgio Sadotti, Pamela Rosenkranz, Eran Schaerf, Katalin Deér, Polly Apfelbaum, Kaspar Müller, Brian O'Doherty, Shirana Shahbazi, Vanessa Safavi, Karin Sander

Edition Voldemeer Zürich / de Gruyter 2015
Das Buch liegt in einer deutschen und einer englischen Ausgabe vor und kann im Buchhandel bezogen werden.

«Eine aussergewöhnliche Konfrontation zeitgenössischer Kunst mit der Schweizer Berglandschaft, die zum Ort des sozialen Aufbruchs und des künstlerischen Experiments wurde.»
– Andreas Fanizadeh in: Taz. Die Tageszeitung, 22.12.2015



Edition von Shirana Shahbazi
Bei der Edition handelt es sich um Fotografien, die in der Ausstellung «Tageslicht» im Atelier Amden 2013 entstanden sind.




Shirana Shahbazi
Tageslicht, 2015
2-teilig, Ilfochrome, je 28 x 35 cm, Auflage: 9 + 3 ap
CHF 900.- (o. R.)
zu bestellen bei info@atelier-amden.ch







Zugverbindungen ab Zürich: jeweils 12 Minuten und 43 Minuten nach der vollen Stunde, umsteigen in Ziegelbrücke. Bus ab Ziegelbrücke nach Amden bis Station Lehni. Ab Station Lehni ist der Wanderweg zur Ausstellung markiert.