Judith Clark
Ideenskizzen zur Ausstellung im Atelier Amden



Liebe Freundinnen und Freunde des Atelier Amden,

Die Sommerausstellung eröffnet am Sonntag, 3. Juni 2018, 14-17 Uhr. Zu sehen sein wird ein Projekt der britischen Ausstellungsmacherin Judith Clark, die am London College of Fashion lehrt. Clark befasst sich mit dem Gebäude und seiner exponierten Lage in der Berglandschaft über dem Walensee als Ausstellungsmacherin.



Programm 2018

Der nächste Ausstellungszyklus beginnt am Sonntag, 3. Juni 2018, 14-17 Uhr, mit einem Projekt der britischen Ausstellungsmacherin Judith Clark. Erstmals wird nicht eine Künstlerin oder ein Künstler im Atelier Amden arbeiten. Als Ausstellungsmacherin wird sich Clark mit dem Gebäude selbst und seinem Naturbezug befassen. Eine der Fragen, denen die Ausstellungen in Amden nun nachgehen, ist jene nach den skulpturalen Eigenschaften dieses einfachen, landwirtschaftlichen Zweckbaus, der seine eigentliche Bestimmung verloren hat und seit einigen Jahren durch die neue Verwendung als Auslöser ästhetischer Erfahrungen erlebt werden kann.

Am Samstag, 1. September 2018, 14-17 Uhr wird die britische Künstlerin Elizabeth Wright im Atelier Amden ihre digitale Skulptur Tantum (2018) vorstellen. Es handelt sich um eine digitale Repräsentation des Gadens in Form eines Films, der vor Ort über Smartphone eingesehen werden kann. Die Künstlerin arbeitet mit Digitalisaten, die sie letztes Jahr in Amden von den Oberflächen des Ausstellungsgebäudes anfertigte.

Der kanadische Künstler Bill Burns, der wie Wright schon zuvor im Atelier Amden zu Gast war, wird ebenfalls am Samstag, 1. September 2018, 14-17 Uhr die Performance The Goat, the Salt, the Milk (2018) zeigen und Zeichnungen ausstellen.

Ebenfalls im September werden in einem Fenster des Gadens zwei von Adrian Schiess bemalte Gläser eingesetzt werden, die danach dauerhaft zu sehen sein werden. Die 2015 begonnene Neuausrichtung des Programms zeigt sich in der zeitlichen Ausdehnung und Verschränkung verschiedener Projekte. Die Gebrauchsbilder von Karin Sander, die seit 2014 im Atelier Amden ausgestellt sind, bleiben weiterhin zu sehen und nehmen dabei beinahe unmerklich die Patina des Ausstellungsortes an. Von Vaclav Pozarek ist im Atelier Amden mit quasi due buchi (2017) eine letzten Sommer geschaffene minimale Intervention zu entdecken. Zu dieser permanenten Arbeit entstand ein Künstlerheft gleichen Titels, das wir Ihnen auf Wunsch gerne zustellen.







Bill Burns, The Inside of a Goat, Wasserfarbe auf Papier, 14 x 22 cm (Detail)




Publikation zur Geschichte des Atelier Amden.
Atelier Amden 1999–2015

Anya Gallaccio, Katharina Grosse, Anselm Stalder, Pawel Althamer, Bruno Jakob, Sarah Rossiter, Elizabeth Wright, Eva-Christina Meier, Rita McBride, Christine Streuli, Adrian Schiess, Annelies Strba, Bill Burns, Mai-Thu Perret, Erik Steinbrecher, Karin Hueber, Giorgio Sadotti, Pamela Rosenkranz, Eran Schaerf, Katalin Deér, Polly Apfelbaum, Kaspar Müller, Brian O'Doherty, Shirana Shahbazi, Vanessa Safavi, Karin Sander

Edition Voldemeer Zürich / de Gruyter 2015
Das Buch liegt in einer deutschen und einer englischen Ausgabe vor und kann im Buchhandel bezogen werden.

«Eine aussergewöhnliche Konfrontation zeitgenössischer Kunst mit der Schweizer Berglandschaft, die zum Ort des sozialen Aufbruchs und des künstlerischen Experiments wurde.»
– Andreas Fanizadeh in: Taz. Die Tageszeitung, 22.12.2015



Edition von Shirana Shahbazi
Bei der Edition handelt es sich um Fotografien, die in der Ausstellung «Tageslicht» im Atelier Amden 2013 entstanden sind.



Shirana Shahbazi
Tageslicht, 2015
2-teilig, Ilfochrome, je 28 x 35 cm, Auflage: 9 + 3 ap
CHF 900.- (o. R.)
zu bestellen bei roman.kurzmeyer@bluewin.ch




Karin Sander «Gebrauchsbilder / Patina Paintings»

Seit 15. Juni 2014 zeigt Karin Sander im Atelier Amden die Ausstellung «Gebrauchsbilder / Patina Paintings». Die Ausstellung ist jederzeit zugänglich, der Wanderweg ab Busstation Lehni zur Ausstellung ist markiert. Gutes Schuhwerk wird empfohlen.

Kommende Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung werden hier angezeigt.

«Die Gebrauchsbilder entstehen an dem Ort, an dem sie hängen. Die grundierten Bildträger werden ohne vorherige Manipulation an einen ausgesuchten Ort transportiert und verbleiben dort ungeschützt für einen zu bestimmenden Zeitraum. Sie sammeln die spezifische Patina ihres Ortes und bilden diesen ab. Dieser Vorgang des Aufnehmens kann unendlich lang andauern oder irgendwann unterbrochen werden. Zeitraum, Name des Ortes und Grösse bestimmen das Bild und geben ihm seinen Titel.»  Karin Sander

«The Patina Paintings, called Gebrauchsbilder in German [the term implies both that the canvases are consumer objects and that they fulfil a need] are created in the locations where they are hung. The primed image carriers are taken, without prior manipulation, to a selected location and remain exposed there for a period of time to be determined. They absorb and reproduce the specific patina of this location. This process of absorption can continue infinitely or be interrupted at some point. Duration, the name of the location, and size determine the painting and provide its title.» Karin Sander




Zugverbindungen ab Zürich: jeweils 12 Minuten und 43 Minuten nach der vollen Stunde, umsteigen in Ziegelbrücke. Bus ab Ziegelbrücke nach Amden bis Station Lehni. Ab Station Lehni ist der Wanderweg zur Ausstellung markiert.