Emil Michael Klein – Passage, 2026 – Foto: Emil Michael Klein
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Emil Michael Klein – Passage, 2026 – Foto: Emil Michael Klein

Wir freuen uns, die nächste Ausstellung im Atelier Amden anzukündigen. 

Emil Michael Klein (geb. 1982, lebt in Zürich) zeigt textile Arbeiten in einer installativen Hängung. Die Ausstellung eröffnet am Samstag, 26. September 2026, 14:00-17:00 Uhr und dauert bis am 8. November 2026. 

Emil Michael Klein zeigt in seiner Ausstellung Passage neue textile Arbeiten in einer installativen Hängung. In seinem mit Malerei befassten Werk verkörpern die Vorhänge einen erweiterten Kunstwerkbegriff. Eine wichtige Rolle kommt dabei der Darstellung und vielfältigen inhaltlichen Thematisierung der Künstlersignatur zu, die auf seinen textilen Arbeiten die Rolle der Figur übernimmt und wie ein Logo erscheint. 

Erfahrung und Wahrnehmung dieser Arbeiten in dem stillgelegten und doch weiterhin Wind und Wetter ausgesetzten landwirtschaftlichen Gebäude in Amden am Walensee werden sich grundsätzlich von denjenigen in einer institutionellen Ausstellung oder in einer kommerziellen Galerie unterscheiden. 

Die textilen Arbeiten werden hier weniger in ihrer spezifischen künstlerischen Werkform wahrgenommen, sondern gelangen als Elemente zur Wirkung, die den Raum strukturieren, sich im Wind bewegen und sich im einfallenden natürlichen Licht situationsbezogen verändern. 

Die Malerei von Klein gehört historisch in den Zusammenhang der nichtfigürlichen nachmalerischen Abstraktion. Während seine Gemälde stets wie Ausschnitte einer offenen, wenig untergliederten und unbegrenzten energetischen Fläche wirken, betonen die Vorhänge die Vertikale im Raum und bringen eine körperliche Präsenz zum Ausdruck. Mimetische Repräsentation und illusionistische Bildwirkung kümmern ihn kaum. Klein arbeitet an der konkreten Erscheinung und der sinnlichen Evidenz der Arbeiten. Erfahrbar sind seine Werke als künstlerische Reflexion des Ästhetischen.

Das Atelier Amden versteht sich seit seiner Gründung 1999 als Ort des künstlerischen Experiments, an dem unter museumsfernen Bedingungen neue Werkformen entwickelt und ausgestellt werden können. Einige Künstlerinnen und Künstler, unter ihnen viele am Anfang ihrer künstlerischen Laufbahn, haben Arbeiten für ihre Ausstellung in Amden entwickelt, die prägend für ihr späteres Werk sein sollten.